20.10.01 Rennbericht 24/h Köln

Das 24/h Rennen von Karting-Cologne gilt als eines der besten und härtesten und ist in Sachen Medienpräsenz unerreicht. Unzählige Profimotorsportler ergänzen den Kreis der Indoorkartfahrer. Aus diesen Gründen (den Spaßfaktor nicht zu vergessen) suchte Ralf ein Team um zum dritten Mal unter den Auserwählten zu sein, die diesem Spektakel beiwohnen dürfen. Da sein letztjähriges Team HWA (AMG-MERCEDES) dieses Jahr aus firmenpolitischen Gründen nicht startete und die Top-Teams aus den letzten Jahren schon belegt waren, kam schließlich der Kontakt zu dem neugegründeten Team SNOGARD zustande. Robert Wallenborn, der Besitzer der gleichnamigen Computerfirma stellte ein buntes Team aus Mechanikern vom DTM Team Manthey-Racing, dessen Fahrer Patrick Huismann samt Bruder Duncan, den Tourenwagen-Profis Peter Kox, Tom Coronel und Mike Hezemanns, sowie Christian Land, Sohn von Porsche-Cup Teamchef Wolfgang Land, zusammen. Durch die hohe Anzahl an Hobbyfahrern im Team war man sich bewusst, dass man um die vorderen Plätze nicht mitfahren konnte und sah das ganze mehr unter dem Motto „dabei sein ist alles“.

Freies Training: Da die 6 holländischen Teammitglieder noch keinen Meter auf der Bahn gedreht hatten, verbrachten diese die meiste Zeit auf der Strecke, erst am Schluss konnte Ralf noch ganze 4 Runden drehen.

Da er bereits in der dritten Runde eine gute Zeit fuhr, entschloss man sich ihn auch das Zeittraining fahren zu lassen.

Zeittraining: Das Qualifying bestand aus nur einer fliegenden Runde, die sich mit den kalten Reifen als recht abenteuerlich erwies. Nun musste Ralf auch seinen wenigen Trainingsrunden Tribut zollen und es schlichen sich ein paar Fehler ein die ihn auf den enttäuschenden letzten Rang zurück warfen, lediglich eine hunderstel Sekunde hinter dem elftplazierten.

Rennen: Für den Start hatte man sich was besonderes einfallen lassen. Es wurde der sogenannte Le-Mans Start durchgeführt, was heißt dass die Fahrer sich gegenüber den laufenden Karts aufstellten und nach dem Startkommando erst zu den Karts sprinten mussten, bevor sie losfahren konnten. Nach einem zu erwartenden Startgetümmel formierte sich das Feld und zeigte Timo Scheider vom Team Wertgrund in Front. Auch Ralf hatte bereits 2 Plätze gutgemacht, wurde aber später in einem Zweikampf von einem Konkurrenten umgedreht. Zu allem Übel folgte bei der dadurch anstehenden ersten Überrundung ein erneuter Schubser von dem ungestümen Christopher Brück, der Ralf erneut in falscher Fahrtrichtung stehen sah. Die anstehenden Fahrerwechsel funktionierten problemlos und Hezemanns und Kox machten weiter Boden gut für das Snogard Team während Dirk Müller die Führung für das Nescafe Express Team übernahm. Nun waren die Hobbyfahrer im Team Snogard an der Reihe und die Mannschaft um Hauptsponsor Robert Wallenborn verlor wieder an Boden. Schließlich etablierte man sich auf dem 9. Platz, den man bis ins Ziel nach 3212 Runden behielt. Drucki war derjenige der den Schlußturn fahren durfte und es auch schaffte die Bestzeit in seinem Team zu bestätigen. Dies war sein 4. Turn, die jeweils 100 Runden betrugen, und während seine Kollegen Tom Coronel und Patrick Huismann schon nach einem Turn die Segel strichen gab es einen Verrückten Namens Volker Strycek, seines Zeichens Opel Sportchef, der in drei Teams 9 mal ins Lenkrad griff und weit über 800 Runden drehte.

Es gewannen schließlich die Profis vom Team Nescafe Express mit Bernd Schneider, Dirk Müller, Thomas Jäger, Christopher Brück, Jörg Hardt, Alexander Roloff, Maximilian Götz, Maro Engel, Rico Zschemisch, Christian Klien und Marcus Gievers vor dem Formel 3 Team KMS mit Hasi Kaufmann, Volker Strycek, Timo Scheider, Thomas Jäger, Christopher Brück, Timo Glock, Marcel Lasee,...

 

Zu erwähnen sei hier noch ein besonderer Schicksalsschlag der Snogard Truppe, als der Rennauflieger von Olaf Manthey am Samstag abend aufgrund eines defekten Stromaggregats Feuer fing und der Laderaum, wo sich alle Fahrersachen befanden ausbrannte. Ein schnelles eingreifen der Feuerwehr konnte schlimmeres verhindern, doch mussten die Fahrer des Snogard Teams nun ohne Schlafplatz, Verpflegung, frischen Sachen und Aufenthaltsort auskommen...  

Nichtsdestotrotz fuhr man das Rennen zu Ende und die Planungen auf nächstes Jahr laufen bereits!

 

© Jocky 23.01.2002