24 Stunden von Berlin 01.12.2001

 

 Team ADAC Berlin-Brandenburg gewinnt die 24/h von Berlin 2001

 

Zum dritten Mal reiste Drucki zu den 24/h von Berlin, ausgetragen auf der Indoor Kart-Bahn von ROK-Kart in Berlin/ Großbeerenstraße.

Unter Leitung von Roland Rehfeld stellte man ein erstklassiges Team zusammen, doch als Kart-Europameister Stefan Haak und Formel Renault Ass Christopher Brück kurzfristig absagten geriet man noch einmal ins Strudeln. Ersatz war jedoch in Formel Renault Neueinsteiger Marc Walz und dem aktuellen Renault-Pilot von SL-Formula-Racing Philipp Jenig schnell gefunden. Doch als auch Jenig am Tag vor der Abreise seinen Mechaniker Drucki hängenließ, mußte man erneut Ersatz suchen. Auch dieses Problem wurde gelöst indem man Fliegengewicht(62 kg mit Helm und Anzug) Ali Osmann engagierte und F3 Mechaniker Basti Voigt erklärte sich als Helfer und Ersatzfahrer bereit. So bestand das Team ADAC Berlin-Brandenburg aus Roland Rehfeld(Truck EM), Ralf Druckenmüller(V8-Star), Ronny Wechselberger(Formel König), Marc Walz(Formel Renault) und den Indoor Spezialisten Alex Mahrenholtz, Ali Osmann und Basti Voigt.

Im freien Training am Freitag abend wurde neben der Kartabstimmung noch an der Fahrerwahl fürs Qualifying gearbeitet. Alex Mahrenholtz und Drucki konnten die besten Zeiten fahren, jedoch mußte man noch auf Ronny Wechselberger warten, der erst am Samstagmorgen erscheinen konnte und den man für den Schnellsten hielt.

Die Erwartungen wurden erfüllt und Ronny ins Zeittraining geschickt.

Dieses gestaltete sich überaus spannend, als sich das ADAC Team und die Vorjahressieger, das ROK-Kart Team in jeder Runde an der Spitze abwechselten, bis Ronny in der vorletzten Runde doch noch klar mit 4 Zehntel Vorsprung die Pole-Position herausfahren konnte.

Im Rennen wurde bald klar, daß die Entscheidung zwischen den beiden Teams fallen sollte.

Mit dem Tandem Wechselberger/ Mahrenholtz konnte man in den ersten 4 Stunden einen soliden Vorsprung von 8 Runden herausfahren, wobei Alex Mahrenholtz noch die absolut schnellste Runde des Rennens in den Asphalt brannte. Doch dann begannen die Probleme: Eine feste Bremse im freien Training wurde von dem Bahnpersonal `repariert` mit dem Erfolg daß sich die Beläge während der Fahrt verabschiedeten und Alex beim Fahrerwechsel nur durch absichtliches Einschlagen in die Bande und einen beherzten Sprung von Rehfeld vor der Stoplinie zum Halten gebracht werden konnte. Nach der Reparatur entschloß man sich die Bremse nicht mehr zu benutzen um ein erneutes Festbrennen zu vermeiden. Das funktionierte gut, hatte aber den Nebeneffekt, daß sich die Bremse so weit zurückstellte, daß man erst einige Male pumpen mußte bis die Bremswirkung da war. Genau dieses tat Marc Walz nicht, was zur Folge hatte daß er mit unverminderter Geschwindigkeit in die Servicezone flog und einen Werkzeugschrank zur Sardinenbüchse umfunktionierte. Nachdem Marc mit einer Rippenprellung und das Kart wieder ausgegraben waren ging es mit verminderten Problemen weiter. Lediglich ein paar zerfetzte Reifen sorgten noch für Zwangsaufenthalt, jedoch war dies ein verbreitetes Problem. Auch die Titelverteidiger blieben nicht verschont als sie einen Motorschaden erlitten, zogen aber mehr Vor- als Nachteil daraus, da der Ersatzmotor wohl der Forschungsabteilung entsprungen war und doch deutlich besser lief als jene der Konkurrenz.Der Vorsprung schmolz zeitweise bis auf 3 Runden zusammen, konnte jedoch durch konstant schnelle Zeiten von allen Fahrern und eine perfekte und risikofreudige Strategie (Fahrerwechsel bei 69.58min. von erlaubten 70min., tanken erst bei merkbaren Motoraussetzern) wieder auf 7 Runden ausgebaut werden die schließlich zum verdienten Sieg reichten..

© Jocky 2001 
    05.12.01