Rennbericht Super-Race-Trucks Nürburgring

 

Truck GP Nürburgring

179.000 Zuschauer, tolle Rennen, Konzerte, Party, Feuerwerk und gute Stimmung: Das ist der Truck-Grand-Prix auf dem Nürburgring!

Und für die deutschen Piloten und speziell für Ralf Druckenmüller der gerade einmal 30 km entfernt wohnt, ist dies der Heim-Grand-Prix und besonders reizvoll!

Leider gab es wieder einmal bereits im Vorfeld große Diskussionen wie und wo man denn die Super-Race-Trucks fahren lassen sollte, wer dafür zuständig sei und ob es eine Wertung gebe.

Schließlich legte der Veranstalter die Gegebenheiten fest und obließ der FIA die Art der Wertung.

Da andere Super-Race-Trucks kurz vor der Veranstaltung nicht mehr angenommen wurden, waren Drucki und Oese mal wieder die einzigen SRT’s im Feld.

Gestartet wurde im „ADAC-Truck Service-Cup“ zusammen mit Gaststartern und den Teilnehmern der englischen Meisterschaft, wobei man die 2 Post-Trucks sogar als eigene Startgruppe vor dem Hauptfeld ins Rennen schickte.

Im trockenen freien Training und im verregneten Zeittraining hatte der Mann aus Mendig die Nase vor seinem Teamkollegen aus Fulda, was zum Teil auch mit dem nötigen Glück zu tun hatte eine freie Runde im 24 Fahrzeuge starken Feld zu erwischen, da einige Teilnehmer mit ihren betagten Fahrzeugen doch bis zu 40 Sekunden pro Runde langsamer waren!

Um die ganze Sache etwas spannender zu gestalten entschloss man sich im Deutsche-Post-World-Net Truckteam zu einer speziellen Strategie: Nach erfolgtem Start sollten beide Fahrzeuge nacheinander einen Boxenstop einlegen um am Ende des Feldes die Fahrt wieder aufzunehmen.

Gesagt, getan! Die beiden VWs des Schweizer Truckteams von Peter Müller durchpflügten das ganze Feld, boten dem Publikum eine tolle Show und überquerten in der Reihenfolge Oestreich-Druckenmüller die Ziellinie.

Die gleiche Strategie sollte im zweiten Rennen am Sonntag Anwendung finden.

Ralf zog am Start an Oestreich vorbei in Führung und kam am Ende der ersten Runde zum „Pflichtstop“ an die Box. Als er am Schluss des Feldes wieder losfuhr, kam Markus nach seiner zweiten Runde an die „Haltestelle“. In Runde 3, als beide bereits mitten im Feld am wüten waren, wurde das Rennen abgebrochen, weil sich ein Truck in der NGK-Schikane quergestellt hatte und die Strecke komplett blockierte.

Noch während des Weges zurück in die Startaufstellung stellte sich plötzlich ein technischer Defekt an Druckenmüllers Truck ein, der zu massivem Leistungsverlust führte.

Da bei Rennabbruch nicht an den Fahrzeugen gearbeitet werden darf, hatte das Team auch keine Möglichkeit den Defekt zu finden oder zu beheben.

Beim Re-Start zog dann Oestreich davon, legte aber erneut einen Boxenstop ein.

Ralf schaffte es den gehandicapten Truck ins Ziel zu bringen und lag auf der Strecke eine knappe halbe Runde vor Markus. Entsprechend groß war die Überraschung als man Oestreich als Sieger ausrief und Druckenmüller als zweiter mit 30 sek. Rückstand auf der Ergebnisliste geführt wurde.

Später stellte sich heraus, dass man Drucki eine Runde zu früh abgewinkt hatte, allerdings die erste Runde des ersten Starts mit ins Ergebnis einfließen ließ, als ja der VW-Titan mit der Startnummer 105 an der Box stand.

Kurzum, ein denkwürdiges Wochenende und das amtierende Europameisterteam hofft auf weitere, vielleicht etwas unkompliziertere Rennen nach der Sommerpause!

 


11.07.2005
RDcompetition