Rennbericht Super-Race-Trucks Nogaro

 

Truck GP Nogaro

Wer dachte Albacete sei das heißeste Wochenende im diesjährigen Rennkalender gewesen, wurde im südfranzösischen Nogaro eines Besseren belehrt.

Wieder überschritt das Thermometer spielend die 35 Grad Grenze.

20 Trucks starteten in der Gascogne um Punkte in der französischen oder der FIA Super Truck Trophy zu bekommen.

Da noch Servicearbeiten an den VW-Titan zu erledigen waren, entschied sich das Deutsche-Post-World-Net Truck Team auf das freie Training am Freitag zu verzichten.

Ganz im Sinne von Ralf Druckenmüller, dessen Reisetasche mit Helm und kompletter Kleidung von Air-France verbummelt worden war, glücklicherweise dann aber am Abend doch noch auftauchte und geliefert wurde.

Das Zeittraining zeigte dann wieder, dass gegen die beiden Post-Trucks kein Gegner was ausrichten konnte. Während Oestreich seinen jüngeren Teamkollegen gerade mal um 2 Zehntelsekunden distanzierte, war der drittplatzierte schon 7 Sekunden zurück.

Trotz Pole-Position wurde Oestreich auf die ungünstigere Außenbahn gestellt und zeigte seinen Unmut damit, dass er kurz bevor die Ampel auf grün sprang eine Vollbremsung hinlegte und sogleich wieder voll beschleunigte, wodurch auch Druckenmüller bremsen musste, dadurch aber den nötigen Ladedruck verlor und beim Start sogar auf den dritten Platz zurückfiel.

Schnell war Drucki wieder an zweiter Stelle und schloss mit der schnellsten Rennrunde auch wieder zu Oese auf, der in Runde 4 urplötzlich ein Temperaturproblem bekam und langsamer wurde.

Ralf fuhr vorbei und zum Sieg während sich das Problem bei Markus von selbst wieder beseitigte und er als zweiter mit 6,7 Sekunden Rückstand ins Ziel kam.

Ein Leck im Fahrzeugrahmen, der ja als Wassertank fungiert, wurde gefunden und stellte sich trotz umfangreicher Schweißarbeiten als schwer abzudichten dar.

Als der Wasserverlust endlich behoben war sorgte der klägliche Wasserdruck im Fahrerlager dafür, dass der Super-Truck mit der Startnummer 101 nicht mehr rechtzeitig befüllt werden konnte und so fuhr Drucki zu einem einsamen Start-Ziel Sieg im Cup-Rennen.

Das Warm-up am Sonntagmorgen ließ man ausfallen um das Material zu schonen und im Zeittraining hat einmal mehr der Mann aus Fulda die Nase vor seinem Teamkollegen aus dem Eifelstädtchen Mendig.

Dies sollte sich auch im Qualirennen nicht ändern, das Oestreich problemlos vor seinem Teamkollegen gewann, der eine halbe Sekunde nach ihm die Ziellinie kreuzte.

Kurz vor dem Cuprennen dann erneut Hektik im Team von Peter Müller. Der Truck von Ralf sprang wegen einer defekten Batterie nicht an und bei Oese wurde noch schnell ein Vorderreifen mit Auflösungserscheinungen gewechselt.

Dies hatte zur Folge, dass beide Fahrzeuge zu spät zur Startaufstellung kamen und somit aus der Boxengasse nachstarten mussten.

Nach 2 Runden allerdings wieder das gewohnte Bild, die beiden gelben VW-Titan vor den Crozier MAN Super-Trucks und dem Rest des Feldes.

Der Kampf an der Spitze aber diesmal etwas spannender. Druckenmüller jagte den amtierenden Europameister bis zum Zielstrich, fand aber keinen Weg vorbei und musste sich mit 3 Zehntelsekunden Rückstand erneut mit Rang 2 zufrieden geben.

Nun freuen sich die Piloten auf ihren Heim-Grand-Prix am 10.07 auf dem Nürburgring.

 


21.06.2005
RDcompetition