Rennbericht Super-Race-Trucks Jarama

 

Truck GP Jarama

Der Spruch des Wochenendes kam von Markus Oestreich: „Ich bin hier kein Rennfahrer, sondern Entertainer!“

Durchaus nachzuvollziehen, da erneut keine Konkurrenz für die VW Supertrucks des Deutsche Post Truck Team anwesend war und die Piloten Oestreich und Druckenmüller es trotzdem schafften dem enthusiastischem spanischen Publikum spannende Rennen zu bieten.

Während Markus im ersten freien Training lediglich 4 Runden fuhr um eine deutliche Bestzeit zu markieren, kam Ralf wegen technischer Probleme nicht zum Fahren.

Im zweiten freien Training war es dann Ralf, der die anderen Trucks um 12 Sekunden deklassierte, während Markus es vorzog das Material zu schonen und nicht zu fahren.

Im Zeittraining legte Drucki die schnellste Zeit des gesamten Wochenendes hin, während Oese es mal ausprobierte wie es ist so langsam wie das Hauptfeld zu fahren – er belegte mit gut 30 Sekunden Rückstand Platz 8 im 16 Trucks umfassenden Feld.

Im ersten Quali-Rennen ließ Drucki dem Crozier-MAN von Joseph Adua zuerst einmal den Vortritt und wartete auf seinen Teamkollegen, der allerdings schon nach einer Runde zu ihm aufgeschlossen hatte.

Zusammen ”kämpfte“ man anschließend über die volle Renndistanz mit dem MAN-Supertruck um dann in der letzten Runde doch vorbeizuziehen und in einem Fotofinish mit 0,03 Sekunden Abstand in der Reihenfolge Druckenmüller, Oestreich einzulaufen.

Ganz ähnlich verlief das anschließende Cup-Rennen, nur mit dem Unterschied, dass sich hier noch Simeon Martin auf dem Mercedes-Benz Race-Truck von Heinz-Werner Lenz dazugesellte und man zu viert in jeder Runde die Positionen wechselte.

Zieleinlauf nun Drucki 0,01 Sek. vor Oese, dann Martin und Adua.

Die besten Haltungsnoten erhielt erneut Oese, der zwischendurch einen 360° Dreher hinlegte und dann unbeirrt weiterfuhr.

Das Qualirace am Sonntag sah erneut die 4 Streithähne in Führung, allerdings entschloss sich die Rennleitung eine wohl nicht ganz ernst gemeinte drive-through Strafe wegen Fehlstarts gegen Oese zu verhängen. Simeon Martin sah diese als erstes und hielt von da an zielstrebig auf die Marshalls mit der Anzeige zu, so dass diese sich in Sicherheit brachten und Markus keine Chance hatte die Tafel mit seiner Nummer zu sehen.

Erst 2 Runden vor Schluss bog der amtierende Europameister in die Boxengasse ab, schaffte es dann aber nicht mehr ganz nach vorne und wurde knapp hinter Martin als 4. abgewinkt.

Die Strafe ereilte den Spanier Martin im 2. Cuprace, als er von Oestreich zu einem gewagten Überholmanöver verleitet wurde und prompt durchs Kiesbett rodelte. Auf seiner Aufholjagd strandete der orangefarbene Mercedes-Hauber dann endgültig an der Leitplanke.

Oestreich gewann 3 Hunderstel Sekunden vor Druckenmüller, der sich damit bereits als ”Spanischer Meister“ feiern lassen konnte.

Der Europameistertitel wird nun endgültig in Le Mans am 23.10 vergeben.

Sicher ist, dass er ins VW Team von Peter Müller geht und dort liegt der Europameister aus Fulda klar hinter seinem Kollegen aus Mendig.

Drucki und Mechaniker Andreas "Ritzi" Ritzheim     /     Das Rennen vor 50.000 Zuschauern     /     Das Ergebnis kann sich sehen lassen

 


05.10.2005
RDcompetition