Rennbericht Super-Race-Trucks Barcelona

 

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Wie im Jahr 2004 liefen die Vorbereitungen im Deutsche-Post-World-Net Truck Team von Peter Müller planmäßig auf eine neue Saison zur Super-Race Truck Europameisterschaft mit den Fahrern Oestreich und Druckenmüller.

Auch wenn durch den Abstieg des Hauptkonkurrenten Buggyra in die kleinere Race-Class Kategorie zu befürchten war, dass das Starterfeld äußerst klein werden würde, wollte man doch die Verträge mit der Deutschen Post und VW erfüllen und schrieb beide Fahrzeuge in die, von der FIA erneut ausgeschriebene, Super-Race Truck Europameisterschaft ein.

Bis zum Nennungsschluß im März lief alles nach Plan und man bekam sogar die Nennungsbestätigung von der FIA. Einzig die Startnummern waren mit 101 und 105 so gewählt, dass die Möglichkeit bestand bei geringer Teilnehmerzahl die Super-Race Trucks mit der kleineren Klasse starten zu lassen.

Verständlicherweise war die Überraschung groß, als 2 Wochen vor der ersten Veranstaltung die Mitteilung der FIA kam, dass die Meisterschaft nicht stattfinden würde, da sich zu wenig Teilnehmer eingeschrieben hätten. Es folgten viele Diskussionen und Telefonate ohne eindeutige Erkenntnis. Es wurde lediglich von beiden Parteien festgestellt, dass es laut Reglement keine Mindeststarterzahl gibt und die beiden Post-Trucks wurden für die erste Veranstaltung in Barcelona bestätigt und mit der nationalen Spanischen Meisterschaft zusammengelegt.

Auch vor Ort gingen eifrige Verhandlungen und Diskussionen vonstatten, allerdings erneut ohne Ergebnis und die FIA erklärte sich nicht bereit, die Super-Truck Europameisterschaft wie geplant durchzuführen. Mittlerweile ist die Sache so weit fortgeschritten, das sich die Anwälte vom Truck-Team Müller der Sache angenommen haben, um das zustehende Prädikat einzuklagen.

Zum sportlichen:

Durch die Absage der Meisterschaft sind einige Konkurrenten gar nicht erst erschienen und in der nationalen spanischen Serie gab es nicht andeutungsweise ernsthafte Gegner für die beiden professionellen VW Super-Trucks, obwohl immerhin 10 Fahrzeuge an den Start gingen.

Im Zeittraining hatte jeweils Markus Oestreich die Nase vorn und in den Rennen beschränkten sich die beiden VW-Piloten hauptsächlich darauf, durch zahlreiche Überholmanöver das Publikum zu begeistern. Am Samstag gewann ’Oese’ das Quali-Race, schied allerdings im Cup-Race mit technischem Defekt aus, welches ’Drucki’ für sich entscheiden konnte. Der Mendiger war ebenfalls in beiden Rennen am Sonntag erfolgreich, knapp vor seinem Teamkollegen aus Fulda.

Trotz des fehlenden Drucks der Konkurrenz, konnten beide Fahrer nur von einer Zehntelsekunde getrennt, den Rundenrekord um 3 Sekunden nach unten schrauben.

Da es bei der folgenden Veranstaltung in Assen keine nationale Serie gibt, ist der Einsatz der beiden Fahrzeuge von Teamchef Peter Müller vorerst fraglich und es bleibt abzuwarten welche Entscheidungen für die Nahe Zukunft getroffen werden.

 

 


08.04.2005
RDcompetition