Rennbericht Super-Race-Trucks Assen

 

1:0 für Team Müller

2 Wochen vor dem ersten Rennen der Truck Europameisterschaft wurde die Super-Race Kategorie abgesagt und 2 Wochen vor dem zweiten Rennen auf Druck der Anwälte von Peter Müller, Teamchef vom Deutsche-Post-World-Net Truckteam, wieder ausgeschrieben!

Der Automobilsportverband FIA gab zu, dass keine Regelementsgrundlage besteht die Meisterschaft auszusetzen und erstellte eine neue Wertung unter Einschluss der beiden Volkswagen Supertrucks.

Freilich ist dieses Durcheinander keinesfalls dem Sport zuträglich, doch die Konsequenzen hat allein die FIA durch ihr selbstherrliches und unkonsequentes Verhalten zu verantworten.

So kam es, dass selbst nach der Entscheidung nicht einmal der Veranstalter in Kenntnis gesetzt wurde und die beiden VW-Piloten schon bei der Papierabnahme scheiterten, da es keinerlei Unterlagen über Fahrer oder Fahrzeuge der Super-Race Klasse gab.

Auch auf dem Zeitplan war die höchste Kategorie des Truck-racing Sports nicht zu finden.

Erst am Freitagmorgen kam der geänderte Zeitplan heraus und sorgte für reichlich Chaos.

Es begann damit, dass die Piloten am Vorstart zum Training noch aus ihren Cockpits geholt wurden um die Papierabnahme nachzuholen und somit erst verspätet ihre Fahrt aufnehmen konnten. Weiter konnte noch keine Regelung gefunden werden, in welchem Rahmen die Klasse nun fahren sollte. Die Race-Class wurde in gerade und ungerade Startnummern unterteilt und die nichtqualifizierten sollten mit den Super-Race zusammen das Rennen bestreiten. Missverständnisse und zahlreiche Ausfälle sorgten dafür, dass Markus Oestreich und Ralf Druckenmüller ein Soloprogramm absolvierten und lediglich im ersten Rennen einen Mitstreiter hatten, der allerdings mit Rundenrückstand ins Ziel kam.

Gekrönt wurde das Wochenende auf dem Siegerpodest, als über Markus die holländische Fahne wehte und die deutsche Nationalhymne nicht auffindbar war!

Passenderweise schlug das Wetter ähnliche Kapriolen wie der Organisator und Sturm, monsunartige Regenfälle sowie Hagel sorgten für reichlich Blechschäden und Action.

Das Paarlaufen der Supertrucks wurde in Qualifikation und Rennen von Markus Oestreich beherrscht, der bei den widrigen Bedingungen seine Routine ausspielen konnte und Ralf Druckenmüller jeweils auf den zweiten Platz verwies.

Im Gesamtklassement liegt der Mendiger jedoch noch knapp vor dem Mann aus Fulda.

 

 

 

Die Gesichter der Piloten spiegeln ihre Meinung über den aktuellen "Rennzirkus" wieder.

 

 


09.05.2005
RDcompetition