24h von “Le Sinsheim“

 

Erneut zogen die besten Indoor-Teams zum legendären 24h Kartrennen von Le Sinsheim, welches seit einigen Jahren auf der Kartbahn in Limburg ausgetragen wird. Markus Oestreich stellte nicht weniger als 3 Karts, unter Bewerbung seiner eigenen Kartbahn “NO-LIMIT“, im 17 Fahrzeuge umfassenden Feld.

Neben Teamchef Oestreich starteten u.a.: Ralf Druckenmüller, Marc Walz, Jochen Nerpel, Ronny Wechselberger und Dirk Werner für das Team aus Fulda.

Die Vorbereitungen starteten bereits am Donnerstag mit Training und dem 3 Stunden Rennen. Grosse Aufregung bereits im ersten freien Training! Man hatte das Kart etwas zu sehr auf `Grip` ausgelegt und als “Drucki“ die Haarnadelkurve etwas spektakulär anbremste, stellte sich das Kart auf 2 Räder und beförderte ihn in die Reifenstapel, wo er mit dem Helm hart an einen Betonpfeiler prallte! Zwar konnte er nach Bergung durch 2 Konkurrenten noch an die Box steuern, dort stellte man jedoch eine Gehirnerschütterung fest und Drucki war vorerst außer Gefecht gesetzt. Markus Oestreich fuhr also Zeittraining und den ersten Turn von 60 min. und schaffte es das Kart mit der Nummer 69 in Führung liegend an Drucki abzugeben, der trotz Brummschädel ins Rennen ging und mit der schnellsten Rennrunde sogar die Führung ausbauen konnte. Gut 50min. vor Ende brach allerdings der Auspuff und so konnte man lediglich einen 4.Schlussrang einfahren, war aber nun voller Hoffnung für das 24h Rennen.

Das letzte freie Training am Samstag morgen war den erst spät angereisten, Walz, Wechselberger und Werner vorbehalten. Da die Strecke allerdings über Nacht ausgebessert worden war und viel Staub auf der Bahn die Rundenzeiten um mehr als 10 Sekunden steigen ließ, taten sich Drucki und “Oese“ im anschließenden Zeittraining schwer und belegten in der Startaufstellung lediglich die Plätze 6 und 9. 

Nach einer turbulenten Startphase tauchte Drucki bereits als dritter aus der ersten Runde wieder auf und konnte 3 Runden später gar die Spitze übernehmen und sich im weiteren Verlauf vom Feld absetzen. Auch Oestreich schaffte es mit dem Schwesterkart mit der Startnummer 96, sich noch in der ersten Stunde auf die zweite Position vorzuschieben. Da die NO-LIMIT Karts mehr Grip aufbauten wie die Konkurrenz, konnte die Doppelführung zuerst gefestigt werden, bevor die 96 durch einige Probleme etwas zurückfiel.

Nach 3 Stunden hatten Druckenmüller und Walz die 69 bereits mit 2 Runden Vorsprung in Führung gebracht, als der rechte Rammschutz brach und eine dreiminütige Reparaturpause sowie 2 Stop&Go Strafen für Werner das Team mit nun 3 Runden Rückstand auf die zweite Position warf. Als das führende Team Vodafon einen Unfall hatte, konnte man noch einmal aufschließen, doch die Strecke bekam nun immer mehr Grip und der Vorteil der Karts von Truck-Racer Oestreich war dahin und eine Motorische Unterlegenheit war nun deutlich und kaum wettzumachen. Vodafon leistete sich nun keine Fehler mehr und baute mit ihrer hervorragenden Fahrerbesetzung von Indoor-Profis den Vorsprung auf 3 Runden aus, bevor Markus im Schlussturn noch 2 weitere Runden wegen einer überspringenden Kette verlor. Zum Glück war der Abstand zum drittplatzierten Team Excalibur mit 12 Runden groß genug um den zweiten Platz sicher nach Hause zu fahren.

Schließlich siegte Team Vodafon nach 1217 Runden verdient, 5 Runden vor No-Limit und 17 Runden vor Excalibur.

Das zweite No-Limit Kart schaffte mit 22 Runden Rückstand noch Platz 4.

 

18.02.2004
© Jocky