24/h von “Le Sinsheim“
 
..oder eine Episode aus der Serie “Pleiten, Pech und Pannen“!

Eigentlich fing alles sehr gut an, als der Teamchef Markus Oestreich höchstpersönlich das Kart von seiner hauseigenen Kartbahn “No Limit“ auf die dritte Startposition stellte! Erfahrung ist vielleicht nicht alles aber es hilft auf einer 1000m Bahn wie dieser in Limburg doch sehr, wo die “24/h von le Sinsheim on tour“ seit einigen Jahren ausgetragen werden, wenn man bereits 2 mal am Start war und sogar bereits einmal einen Sieg verbuchen konnte. Der erste Turn von Truck-Racer “Oese“ lief gut und er konnte sich ständig unter den ersten drei bewegen. Auch die zwei folgenden Hobbyfahrer der Kartbahn in Fulda verloren kaum Zeit, als Ralf Druckenmüller, der nach dem erfolgreich verlaufenden Rennen in Erkelenz kurzfristig verpflichtet worden war, das Kart bestieg.Auch nach seinem Doppelturn über 2 Stunden lag noch alles drin, lediglich die scheinbar übermächtige Truppe vom Nokia Shop Team HN war bereits um einige Runden enteilt.

In den frühen Morgenstunden begann dann das Drama um das Kart mit der Startnummer 69!

Ohne Vorankündigung tauchte Oestreich aus der zweiten Halle nicht mehr auf, wurde kurze Zeit später dann aber gesichtet, als er sich auf dem nun dreirädrigen Kart mit dem linken Vorderrad in der Hand zur Box schleppte: Der Achsschenkel war gebrochen! Nach eiliger Reparatur übernahm der nächste Fahrer und Drucki wurde verfrüht aus dem Bett gerissen um die verlorene Zeit aufzuholen! Doch kurz nach dem Wechsel des letztjährigen V8STAR Piloten stiegen seine Rundenzeiten rapide an und man diagnostizierte bereits einen Motorschaden, als sich mit einem ohrenbetäubenden Knall der linke Hinterreifen in seine Bestandteile auflöste! Der Radstern war auf der Hinterachse nach innen gerutscht, so dass die Felge und der Reifen am Rahmen schliffen und schließlich der Reifen aufscheuerte und platzte!

Nach dem erneuten Defekt war eine gute Platzierung bereits in weite Ferne gerückt, doch die ehrgeizige Truppe gab nicht auf – doch es sollte schlimmer kommen! Plötzlich stand das No-Limit Kart mitten auf der Strecke und bewegte sich keinen cm mehr. Nach der eingeleiteten Pace-Kart Phase wurde das havarierte Kart geborgen und was man dann sah war schier unglaublich: Die Hinterachse war in der Mitte durchgebrochen!!

Man hatte wohl die Belastungen eines Indoor-Karts unterschätzt.

Frei nach dem Motto “dabei sein ist alles“, ließ man sich auch von drei weiteren Boxenstops wegen wandernder Radsterne nicht aus der Ruhe bringen und fuhr das Rennen auf einem sicherlich enttäuschenden 20. Gesamtrang zu Ende.

Und ein Spruch durfte nicht fehlen: Nächstes Jahr wird alles besser!!

15.02.2003
© Jocky